Lok Moskau will zum Finow-Cup

Russischer Traditionsklub hat für Turnier zugesagt

Mit dem russichen Traditionsverein Lokomotive Moskau haben die Organisatoren des Finow-Cups für das diesjährige Turnier im Juni wieder einen namhaften internationalen Neuling an der Angel. Zu 80 Prozent ist die Teilnahme fix. Probleme könnte jetzt eigentlich nur die Politik noch machen.

Der R.C.D. Mallorca war schon da. Rapid Wien auch, ebenso der FC Fulham und Legia Warschau. Oder, wie im letzten Jahr zum ersten Mal: Juventus Turin. Immer wieder hat es in den vergangenen Jahren namhafte europäische Top-Klubs mit ihren Jugendteams in den Banim verschlagen. Zum Finow-Cup. Der stellt mit 48 Teams noch immer das größten D-Jugend-Turnier Deutschlands. Und auch in diesem Jahr kann es für die 21. Auflage des Traditionsturniers, das vom 19 bis 21. Juli stattfindet, erneut eine Premiere geben: Mit Lokomotive Moskau hat sich nämlich der Traditionsverein aus der russischen Hauptstadt angekündigt.

"Wir sind mit Lok Moskau regelmäßig in Kontakt", sagt Turnier-Organisator Marian Hanke vom gastgebenden Verein Stahl Finow. Es sieht alles gut aus. Momentan jedenfalls. Doch Hanke will nicht voreilig Vollzug vermelden, deshalb fügt er hinzu. "Wenn es politisch keine Probleme gibt, dann ist alles okay."

Hankes Bedenken haben ihre Gründe. Auch er hat registriert, dass es zuletzt mächtig geknirscht hat in den diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland, ausgelöst durch den Ukraine-Konflikt. Aber kann dieser diplomatische Zwist wirklich Auswirkungen auf die Teilnahme von Lok Moskau in Finow haben? Ja, kann er.

Denn Lok benötigt für die Spieler und Betreuer des U13 Teams, mit dem der russische Klub in Finow starten will, jeweils Einreise-Visa. Die müssen erteilt werden, erst dann kann Lok antreten.

Noch ist das nicht passiert, betont Michael Scharf, Mitorganisator und Vorsitzender vom Förderverein Finow-Cup. Aber er ist optimistisch: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kinder kein Visum bekommen", sagt Scharf, "nicht bei solchen Anlässen."

Den Kontakt mit dem "Fußballklub Lokomotiw Moskau", wie der 1923 gegründete Verein mit vollem Namen heißt, hat der ehemalige Jugendtrainer von Hertha BSC, Peter Rhein, hergestellt. "Zu 80 Prozent ist die Teilnahme fix", sagt Scharf. Neben den Einreise-Visa müssen nur noch die Flüge gebucht werden. "Darum wollte sich Lok selbst kümmern."

Auch die anderen 47 Teilnehmer des Finower Traditionsturniers stehen bereits fest. Gleich fünf deutsche Erst- und Zweitligisten sind darunter: FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, Darmstadt 98, RB Leipzig und der Karlsruher SC. Sie alle werden versuchen, den 1. FC Magdeburg, Überraschungssieger des Vorjahres, vom Thron zu stoßen.

Mit dabei sind auch wieder sechs Barnimer Teams. Neben Gastgeber Stahl Finow haben Preussen Eberswalde, Lok Eberswalde, FSV Schorfheide/Joachimsthal, FSV Basdorf und FSV Bernau jeweils ihre Teilnahme zugesagt.

Für den Fall, dass es noch Absagen geben sollte, sind die Organisatoren abgesichert: "Wir haben acht mögliche Nachrücker auf der Liste", so Michael Scharf vom Organisationsteam.

Für Anfang April ist im Eberswalder Sparkassen-Forum wieder die öffentliche Gruppenauslosung geplant. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

 

 

 

 Erhard Preuß   

 Bauausführung GmbH 

 

           Sparkasse Barnim 

             

 

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